Die Initiative Freunde im Andersleben  
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Grundhaltung der Initiative „Anders leben”

Wir suchen einen echten Dialog, in dem wir genau zuhören, was die anderen zu sagen haben, ohne die Sicht anderer automatisch darauf hin abzuklopfen, welche Vorteile oder Nachteile sich für uns daraus ergeben könnten. Nicht die Durchsetzung eigener Vorstellungen, sondern die gemeinsame Entdeckung einer anderen Art zu leben, ist die Herausforderung, der wir uns stellen.

Wir haben kein Programm, keine Planung, keine Autorität, die darüber entscheidet, was wir zusammen machen. Aus der Gemeinsamkeit ergibt sich, was wir tun. Alles ist möglich.

Wir leben und handeln aus unseren psychischen Strukturen heraus, und wir benutzen diese dafür, unsere Gesellschaft zu erschaffen und am Leben zu erhalten. Wir leben mit ihnen innerlich und in unseren Beziehungen miteinander. Da alle Menschen untereinander verbunden und aufeinander angewiesen sind, kann niemand die Gesellschaft wirklich verlassen. Aber wir können die Spielregeln ändern, an die wir uns zu unserer Orientierung im Leben bisher gewöhnt haben und mit denen wir die destruktiven Strukturen der inneren und der äußeren Welt zu füttern gewohnt sind.

  • Wir haben erkannt, dass die Wurzeln von Streit und Kampf, von Gewalt und sozialen Ungerechtigkeiten und von der Zerstörung der Umwelt im Egoismus liegen, dass die stärkeren und mächtigeren Egos die schwächeren erdrücken, solange wir bereit sind, diesen Kampf gegeneinander mitzumachen.
  • Wir gestehen uns ein, dass wir alle mehr oder weniger selber im egoistischen Denken tief verwurzelt sind, dass uns die Angst vor der Zukunft und vor unserem begrenzten Leben oft einschüchtert, so dass sich unser Leben auf die Suche nach Sicherheit, Macht und Besitz reduziert.
  • Wir wollen herausfinden, ob wir in dieser rücksichtslosen Gesellschaft anders leben können, wenn wir uns in unseren Einstellungen, Gefühlen, im Verhalten aus der eigenen Beschränktheit und Zerrissenheit, die durch die Ängste und das Egodenkens verursacht werden, befreien können.
  • Wir lassen uns innerlich nicht mehr benutzen und ausnutzen, auch wenn wir äußerlich abhängig bleiben.
  • Wir wissen, dass der innere und äußere Kampf beendet werden muss und dass es uns nur in guten Beziehungen zu allen Menschen, zu den Tieren, zur Natur, zu unserer Arbeit, zu unserem Körper, zu allem wirklich gut geht.
  • Wir verabreden uns persönlich und treffen uns bisher im Ruhrgebiet.

Jede Person bringt sich ein auf ihre Art und Weise, aus völlig freien Stücken, so viel oder so wenig, wie sie möchte, mit allen ihren Fähigkeiten und ihren Begrenzungen, mit ihren sozialen Bindungen und Funktionen, vor allem aber ohne die Erwartung an andere, dafür belohnt zu werden und etwas zu bekommen.

So nähern wir uns ohne jeglichen Druck, ohne theoretische Diskussionen ganz der Fülle der praktischen Fragen zu dieser Kernfrage: Können wir anders leben?

Dieser Inititiativtext kann jeder Person weitergegeben werden. Wer sich auf diese Weise vernetzen möchte, wer Anregungen und Kritik dazu hat, schicke eine Email an: kontakt@freunde-im-andersleben.de

Er erhält eine Nachricht über die Treffen der Gruppe.

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